Der lautlose Aufschrei

Gemütlicher, warmer Raum; voller Menschen, Gesichter, die Stille des Verstehens, des Mitfühlens, der Liebe. Doch dringt diese nicht durch. Obwohl rational gesehen alle Beweise dafür sprechen. Der stille Aufschrei der blutenden Seele findet keine Gehör. Vielleicht ist es selbst vom Aufschreienden so gewollt. Der Schrei eines verwundeten Tiers möchte nicht zugemutet werden. Ein voller Raum, überall helfende Hände. Und doch aus der Vogelperspektive nur ein Bild erkennbar. Die Hülle und in ihr zusammengekauert ein formloses Etwas, ohne Konturen, ohne Substanz, ein ehemaliges Ich.

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Gefesselt …

… von der unglaublichen Härte, mit der das BurnOut-Syndrom zuschlägt.

Ohne Gnade werden die Zeichen des BO ein für alle Mal eingebrannt.
Die Hitze strahlt aus, erfasst Körper, Geist und Seele.
Die Flammen greifen unaufhaltsam auf die unmittelbare Umgebung über.
Das Lodern packt alles, was nicht rechtzeitig entfliehen kann.
Nur Tränen sind in der Lage, diesen Brand zu bekämpfen.
Tränen, die so heiß sind, wie das Feuer selbst und dennoch gefrieren möchten.

Handschellen in einer offenen Flamme

Die Gefahr des Feuers liegt auch darin, dass es vermeintlich gelöscht unter der Oberfläche oft noch weiter brennt.

So unfassbar schön die offene Flamme ist und so sehr sie in kalten Nächten wärmt, ist die Gefahr zu verbrennen nur eine Armlänge entfernt.

Ein schmaler Grat, zwischen Wärme und Hitze – zwischen Leistung und Aufopferung – zwischen Stärke und BurnOut. Es ist immer da, es lauert, gleich einem Schatten in einer dunklen Ecke.

Hier muss ich abbrechen …

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Dunkelheit …

… die Abwesenheit von Licht.
… ein gutes Versteck.
… bevor das Ende des Tunnels in Sicht kommt.
… Kälte.
… Angst.
… meist zu Beginn und Ende.

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Stille …

… die Abwesenheit jeglicher akustischer Reize.
… das lauteste Nichts, das denkbar ist.
… wenn es keiner Worte bedarf.
… manchmal peinlich.
… ein seltenes und wertvolles Gut.
… meist zu Beginn und Ende.

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selbst

Und denke, handle ich das Schlechte,
so lasse es zum Guten werden,
wie, wann, ach, so oft –

Ja, ich tue, was ich nicht will,
oder will ich nicht, was ich soll,
was mir eingeredet wurde,
was ich angenommen habe –

Verwirrte Pfade auf dem Weg zum Tod,
dieses, mein streben nach dem Sinn,
in der Nacht aller Nächte, am Tag aller Tage,
sei es nur einen Wimpernschlag,
so bleibe bei dir, in der gewaltigen Lüge –

Denn wer mich liebt, liebt einen Anderen
Nicht den, der ich wirklich bin.
Du aber erkennst mich. Sonst niemand.
Und du nur kannst helfen, sonst niemand –

Denn du, der in das gebrochne Herz,
deine Sterne legst, der Reichtum gibt,
der Scherben wieder zusammen klebt,
aus der Tiefe flüsterst du es mir zu –
Ich bin dein Selbst, nimm mich an.

Halbzeit Gruß aus der REHA
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